Nach mehrjähriger umfassender Sanierung wurde das Schloss Pfaueninsel letztes Jahr wiedereröffnet. Als ländliches Lustschloss für Friedrich Wilhelm II. und seine Geliebte Gräfin Lichtenau errichtet, ist es auch heute noch eine dem Alltag entrückte Idylle. Wir laden Sie im Rahmen der Reihe „Kultur vor Ort“ ein, Schloss Pfaueninsel bei einer Führung mit dem Schlossbereichsleiter (wieder) zu entdecken.
Begrüßung:
Kerstin Lassnig, Vorstand berliner wirtschaftsgespräche e. V.
Führung & Gespräch:
Andreas Woche, Schlossbereichsleiter Schloss und Park Pfaueninsel
„Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf: ein Schloss, Palmen und Kängurus; Papageien kreischen; Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Volieren, Springbrunnen, überschattete Wiesen; Schlängelpfade, die überall hin führen und nirgends; ein rätselvolles Eiland, eine Oase …“ – so schwärmte einst Theodor Fontane über die Pfaueninsel. Auch heute noch kann man sich dem Charme ihrer romantischen Idylle nicht entziehen – Kängurus begegnet man heute allerdings nicht mehr auf der Insel.
1794 ließ König Friedrich Wilhelm II. auf der Insel, die damals noch Kaninchenwerder hieß, für sich und seine Geliebte Wilhelmine Encke, die spätere Gräfin Lichtenau, ein ländliches Lustschloss errichten. Es bildete den krönenden Abschluss der Sichtachse vom Marmorpalais im Neuen Garten. Friedrich Wilhelm II. schuf sich hier ein Stück Südsee-Exotik. Eines der Turmzimmer ist fantasiereich als Bambushütte ausgemalt: mit Wand- und Deckenbildern von exotischen Pflanzen und Tieren. Die ansonsten frühklassizistische Inneneinrichtung des Schlosses, die von Gräfin Lichtenau gestaltet wurde, ist weitgehend original erhalten und vermittelt ein Bild höfischer Wohnkultur um 1800.
Friedrich Wilhelm II. und Gräfin Lichtenau hatten nicht viel von ihrem Paradies-Schloss. Im Jahr der Fertigstellung starb der König. Sein Nachfolger Friedrich Wilhelm III. und dessen Gemahlin Königin Luise nutzten das Schloss als Sommersitz. 1818 wurde Peter Joseph Lenné beauftragt, die Insel zu einem Landschaftsgarten umzugestalten; und eine Reihe weiterer Bauten kam hinzu, u. a. das Kavalierhaus von Schinkel – in den 1960er Jahre diente es als Kulisse für mehrere Edgar-Wallace-Filme. Seit 1821 waren die Insel und das Schloss übrigens auch schon für Besucher zugänglich, allerdings nur an drei Tagen in der Woche und wenn der König nicht da war. 2025 wurde das Schloss nach mehrjähriger umfassender Sanierung wiedereröffnet.
Wir laden Sie ein, Schloss und Park Pfaueninsel bei einer Führung mit dem Schlossbereichsleiter Andreas Woche zu entdecken.
Weitere Informationen zum Schloss Pfaueninsel sowie zur Anreise hier.
Treffpunkt: Fährhaus
Die Anzahl der Teilnehmer/-innen ist beschränkt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.
Wir danken der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg herzlich für die Einladung.